Philosophie

In vielen Kulturen werden Blumen als Symbol für Menstruation, Fruchtbarkeit, Sexualität und Geburt benutzt. Sie symbolisieren Lebenskraft und begleiten Übergänge im Leben einer Frau. Auf pazifischen Inseln z. B. wählt eine Frau eine Blume als Symbol für ihre Weiblichkeit. Nach der Geburt wird die Plazenta zusammen mit einer Blume in der Erde vergraben.

Femme Fleurs eröffnet Mädchen und Frauen das kraftvolle Wissen verschiedener Kulturen und ihre Heiltraditionen. Femme Fleurs schlägt damit einen Bogen von Wissenschaft über Spiritualität zu individuellem Potenzial, um für eine ganzheitliche Betrachtung der Mutterrolle zu werben. Verbunden damit ist neben der Verantwortung für das eigene Kind auch eine Verantwortung für die Gesellschaft als Ganzes.

Femme Fleurs engagiert sich für

  • eine natürliche Zeugung, eine bewusste Schwangerschaft, freie Geburtswahl und ganzheitliche Erziehung.
  • einen holistischen Gesundheitsansatz.
  • die eigenverantwortliche Ausgestaltung der Mutterrolle durch Empowerment.
  • das Erkennen und Nutzen eigener Ressourcen.
  • die Begleitung einer gesunden Mutter-Eltern Rolle.
  • die Anerkennung veränderter Familienstrukturen.
  • die Vernetzung von Familien-Zentren, Mutter-Kind-Einrichtungen, Frauen- und Mädchen-Zentren sowie Stiftungen und Vereinen, um starkes Netzwerk für die Interessen von Mädchen und Frauen aufzubauen.
  • eine Gesellschaft, in der Gleichberichtigung zwischen Frauen und Männern existiert.
  • eine kinderfreundliche Gesellschaft.

Hintergrund

C.G Jung hält es für einen großen Irrtum anzunehmen, die Seele des neugeborenen Kindes sei völlig leer. Kinder kommen mit einem prädeterminierten  (vorgeprägten) individualisierten Gehirn zur Welt und setzen den von außen kommenden Sinnesreizen ganz spezifische Bereitschaften gegenüber, sie besitzen eine individuelle Wahrnehmung.

Schon immer beschäftigen sich Psychologen, Pädagogen und Ärzte mit der Bedeutung der Zeugung, Schwangerschaft und Geburt auf die Entwicklung des Embryo und später des Kleinkindes.

Naturvölker beschäftigenden sich schon vor der Zeugung eines Kindes mit der Bedeutung des Eltern-werden. Kommunikation mit der Ungeboren Seele war die erste Bindung zwischen das zukünftige Wesen und dessen Eltern. Bewusste Zeugung war ein wichtiges Erkenntnis mit dem sich ein Klang identifiziert. Dieses Wissen ermöglicht eine starke Einbindung in der Elternrolle und dessen Spirituelle Aufgabe.

Übergangsrituale

Nach Adolf Bastian verfügen Menschen über Elementargedanken. Elementargedanken sind grundlegende Gedanken, die mit dem Menschen an sich untrennbar verbunden sind. Sie müssen nicht erfunden und auch nicht weitergegeben werden. Elementargedanken sind z. B. die Frage nach dem Ursprung und der Schöpfung. Neben den Elementargedanken existiert in allen Kulturen die Form des Übergangsrituals.

Der Sinn des Rituals ist, eine krisenhaften Situation mit einer klaren, sich wiederholenden Handlung zu bewältigen. Ein weitverbreitets Beispiel ist das Vorlesen einer Gutenachtgeschichte. Mit dieser Handlung wird dem Kind die Angst vor dem Schlaf genommen. Große und dramatische Einschritte im menschlichen Lebenszyklus sind Geburt, Erwachsenwerden und Tod. Geburt und Tod konfrontieren den Menschen zudem mit den existenziellen Fragen „Woher kommen wir?“ und „Wohin gehen wir?“ „Rites de passage“, Übergangsrituale, ranken sich um diese Fragen und führen uns auf eine höhere Lebensstufe.

Achtsamkeit

Durch achtsames Gewahrsein werden schwierige Situationen leichter bewältigt. Nicht weil sich irgendetwas ändert oder weil die Gedanken und die Gefühle dazu geändert werden. Vielmehr werden diese leichter bewältigt, weil es zu einer neuen Art des lernen, mit  Erlebnissen – Gedanken, Gefühlen und körperlichen Empfindungen – umzugehen. Alles wird angenommen wie es ist, und begegnet mit Freundlichkeit, Sanftheit und Anteilnahme. Wenn schwierigen Situationen mit Achtsamkeit begegnen, wird man weniger oft aus dem Gleichgewicht gebracht.

„Durch achtsames Gewahrsein haben Sie, selbst wenn Sie Traurigkeit, Angst, Ärger oder Schuld empfinden, immer stärker die Fähigkeit, präsent zu bleiben, mit Ihrem Baby in Verbindung zu bleiben, gesunde Grenzen zu setzen (für sich selbst und für Ihr Baby) und darauf einzugehen, was wirklich geschieht, statt nur auf Ihre Geschichte darüber zu reagieren. Sie neigen weniger dazu, aus reinen, normalen und natürlichen Gefühlen wie Traurigkeit, Angst oder Ärger chronische Zustände der Depression, Sorge, Wut oder Scham entstehen zu lassen. Sie sind immer mehr in der Lage, im Einklang mit Ihren Werten und Zielen zu handeln und die Mutter zu sein, die Sie sein wollen. Sie können freie Entscheidungen treffen, statt in alten Verhaltensmustern gefangen zu sein.“ Cassandra Vieten Ressourcen für Mütter

Resilienz „seelische Widerstandskraft“

Unsere Resilienz können wir da fördern, wo wir mit uns selbst eine liebevolle, sinnliche und sinnvolle Beziehung entwickeln, die unsere Körperlichkeit, Empfindungsfähigkeit, Vernunftbegabung und Handlungskompetenzen umfasst. Die tiefe Selbstannahme als Grundelement für Resilienz ermöglicht Menschen immer wieder aus einer Opferrolle (mit dem etwas geschieht) hin zu einer schöpferischen Haltung und Wirkweise zu finden. Die Selbstannahme, hilft uns Ereignissen oder Erfahrungen einen Platz in unserem Leben zu geben. Lösungsorientiert zu handeln, das heißt ein Würdigen Weg von vergangenen Schwierigkeiten, Leid und Schmerzen als Kraftvoller Potenziale zu gehen. Durch Verantwortungsbewusstsein reagieren. Alle diese Resilienz Faktoren stehen oder wirken nicht für sich isoliert. Sie wirken und beeinflussen einander beziehungsweise gleichen einander aus.

Um die Welt- und Lebensorientierung einer Mutter zu verstehen, der es gelingt, das Resilienz vermögen ihrer Kinder zu wecken und zu stärken, müssen wir zudem die Orientierung oder Perspektive eines resilienten Kindes verstehen. Wir müssen fragen, welche Kennzeichen, Fähigkeiten und Fertigkeiten es im Wesentlichen sind, die zum Resilienz vermögen eines Kindes beitragen, zu seinem hoffnungs- und vertrauensvollen Blick in die Zukunft. Wenn wir uns ein Bild von der Welt- und Lebensorientierung eines resilienten Kindes machen können, steht uns eine unschätzbare Quelle der Information zur Verfügung, die uns in unseren elterlichen Praktiken und bei unseren Versuchen leiten kann, die Komponenten dieser Orientierung bei unseren eigenen Kindern zu fördern.

Überzeugung

Femme Fleurs bezeichnet eine in Kurse aufgebautes Bildungsangebot für Mädchen, Frauen mit Kindern und Eltern. In unserer stark individualisierten Welt sind Frauen oft auf sich alleine gestellt und müssen viele soziale und biografische Herausforderungen alleine stemmen. Trotz allerorts verfügbarer Informationen gibt es wenig fundierte Unterstützung für Mädchen und Frauen mit Kindern durch gesundheitsfördernde und präventive Mittel, die ein tieferes Verständnis der Mutterschaft vermitteln können.

Mütter sehen sich gegenwärtig mit einem rasanten Wandel konfrontiert. Familienstrukturen sind überwiegend dem eigenen Gestaltungsvermögen und -willen überlassen :

Eine Mutter, zwei Mütter, Schwangerschaft ohne Kindesvater oder Partnerschaft, frühe oder späte Mutterschaft – noch nie hatten Frauen so viele Optionen.

Dieser unvorbereitete und rasante Wandel kann die physische und psychische Gesundheit angreifen (chronische Krankheiten, Depressionen, Allergien). Einsamkeit, erhöhter Stress, schwierige soziale Zustände und Familienstrukturen, aber auch Gewalt in und nach der Schwangerschaft sind traumatische Erfahrungen, die auf der Dauer und ohne Begleitung auch das Wohlbefinden des Kindes beeinflussen und zu Dysregulation führen können.

Gemeinschaft mit anderen Müttern, Austausch, Entspannung, emotionale Entlastung sowie natürliche Gesundheitsförderung sind wirksame Mittel, diesen Symptomen präventiv vorzubeugen oder sie zu mildern. Von der Zeugung bis zu den ersten Jahren des Kindes ist eine starke Unterstützung notwendig.

Femme Fleurs ist ein Angebot, mit dem dieser Bedarf gedeckt wird. Mädchen und Frauen mit Kindern werden vor allem in biografisch bedeutsamen Umbruchsituationen aufgeklärt und begleitet

 

Die Legende von den Spirit Child

Viele Aborigine Stämme glauben, dass an bestimmten mächtigen Plätzen der Erde die Geister der Kinder warten, bis ein geeigneter Mutterleib sie aufnehmen wird. Und aus dem sie dann geboren werden. Jedes „Spirit Child“ ist ein völlig unabhängiges neues Leben, das beschließt, geboren zu werden, wenn die passende Frau vorbei kommt. Er oder sie stellen eine komplette Einheit aus einem bestimmten Zeitpunkt der weit zurückliegenden Vergangenheit dar.